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Seit 2024 gesetzlich erlaubt — § 554 BGB

Balkonkraftwerk für Mieter — Rechtslage, Anmeldung & beste Modelle 2026

Seit September 2024 haben Mieter in Deutschland ein gesetzlich verankertes Recht auf ein Balkonkraftwerk. Vermieter können die Aufstellung nur noch in Ausnahmefällen ablehnen. Das bedeutet: Auch wenn du zur Miete wohnst, kannst du von Solarstrom profitieren und bis zu 370 € pro Jahr an Stromkosten sparen. Wir erklären die Rechtslage, zeigen dir wie die Anmeldung läuft, und nennen die besten Modelle für Mietwohnungen.

Gesetzesänderung September 2024 — Was hat sich geändert?

Der Bundestag hat das Wohnungseigentumsgesetz und das Mietrecht (§ 554 BGB) angepasst. Balkonkraftwerke gehören nun zu den sogenannten "privilegierten Maßnahmen" — ähnlich wie barrierefreie Umbauten oder Einbruchschutz. Vermieter müssen zustimmen, sofern keine objektiv schwerwiegenden Gründe dagegen sprechen.

Was ist erlaubt — und was nicht?

Erlaubt (in der Regel)

  • Balkenmontage auf dem Balkongeländer
  • Aufstellen auf dem Balkonboden
  • Anbringen an der Balkonbrüstung (Klammern)
  • Schukostecker in vorhandene Außensteckdose
  • Schieferplatte oder Flachdach (eigene Terrasse)

Einschränkungen möglich

  • Bohren in Außenwände (verändert Bausubstanz)
  • Montage auf dem Gemeinschaftsdach (WEG-Beschluss nötig)
  • Große Anlagen, die das Erscheinungsbild stark verändern
  • Anlagen an denkmalgeschützten Gebäuden
  • Stecker in Treppenhaussteckdosen (Gemeinschaftsstrom)

Anmeldung als Mieter — Schritt für Schritt

  1. 1

    Vermieter informieren

    Schreibe deinem Vermieter eine kurze E-Mail oder einen Brief, in der du die geplante Montage beschreibst (Art der Befestigung, keine Bohrungen in Außenwände). Keine Genehmigung nötig — nur Anzeigepflicht.

  2. 2

    Balkonkraftwerk kaufen & installieren

    Wähle ein Modell mit Balkon-Halterung oder Klemmsystem, das ohne Bohren auskommt. Stecke das mitgelieferte Schukokabel (oder Wieland-Stecker) in deine Balkonksteckdose.

  3. 3

    Marktstammdatenregister anmelden

    Gehe auf marktstammdatenregister.de und melde deine Anlage kostenlos an. Du benötigst nur die Wechselrichterleistung und deine Adresse. Dauert maximal 15 Minuten.

  4. 4

    Netzbetreiber informieren

    Die meisten Netzbetreiber bieten ein Online-Formular zur Anmeldung von Balkonkraftwerken an. Einfach Leistung und Adresse eintragen — fertig. Kein Techniker-Besuch nötig.

Die besten Balkonkraftwerke für Mieter 2026

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Häufige Fragen von Mietern zum Balkonkraftwerk

Darf ich als Mieter ein Balkonkraftwerk aufstellen?

Ja. Seit der Gesetzesänderung vom 17. September 2024 haben Mieter in Deutschland ein gesetzlich verankertes Recht auf die Installation eines Balkonkraftwerks (§ 554 BGB). Vermieter dürfen die Genehmigung nur noch in eng begrenzten Ausnahmen verweigern — etwa wenn die Anlage die Bausubstanz gefährdet oder das Erscheinungsbild des Gebäudes erheblich beeinträchtigt.

Muss ich meinen Vermieter fragen?

Du musst deinen Vermieter informieren (Anzeigepflicht), aber keine Erlaubnis einholen — zumindest für privilegierte Maßnahmen nach § 554 BGB. In der Praxis ist es dennoch sinnvoll, deinen Vermieter vorab schriftlich zu informieren und die geplante Montage kurz zu beschreiben. Die meisten Vermieter haben keine Einwände, wenn keine Bohrlöcher in Außenwände gemacht werden.

Muss ich das Balkonkraftwerk anmelden?

Ja, die Anmeldung ist Pflicht — unabhängig davon ob du Eigentümer oder Mieter bist. Du meldest dein Balkonkraftwerk kostenlos im Marktstammdatenregister der Bundesnetzagentur an (dauert 10 Minuten). Zusätzlich informierst du deinen Netzbetreiber — das geht bei den meisten online über ein einfaches Formular.

Was passiert beim Umzug mit dem Balkonkraftwerk?

Du nimmst es einfach mit! Balkonkraftwerke sind nicht fest installiert. Du steckst das Schukokabel aus der Steckdose, nimmst die Module und den Wechselrichter ab und packst alles ein. Am neuen Wohnort meldest du die Anlage erneut beim Netzbetreiber an. Die Investition ist also nicht an einen Standort gebunden.

Nächster Schritt

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Dieser Artikel stellt keine Rechtsberatung dar. Für rechtliche Fragen zum Mietverhältnis wende dich an einen Mieterverein oder Rechtsanwalt. Stand: Mai 2026.